Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933 in Erfurt


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Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933: ein stiller, eindringlicher Ort der Erinnerung
Die Lange Nacht der Museen in Erfurt führt 2026 an einen Ort, an dem Kunst, Geschichte und politische Bildung auf besondere Weise zusammenfinden: den Denkort Bücherverbrennung 1933 im egapark. Die Veranstaltung verbindet Führung, historische Reflexion und die Atmosphäre eines lebendigen Lernorts, der an die Zerstörung von Vielfalt und an die Verletzlichkeit des freien Wortes erinnert.
Ein Denkmal aus Zeichen, Worten und Verantwortung
Der Denkort entstand im egapark an jener historischen Stelle, an der am 29. Juni 1933 Bücher verbrannt wurden. Die Installation aus im Boden eingelassenen Drucklettern und Lautsprecher-Kegeln übersetzt das geschriebene und gesprochene Wort in eine räumliche Form, die sich zwischen Skulptur, Installation und Erinnerungsort bewegt. Gerade diese kuratorische Klarheit macht den Ort zu einem starken Beispiel kultureller Bildung.
Führung im Zeichen der historischen Aufklärung
Im Rahmen der Langen Nacht beginnt die Führung jeweils um 19:15 Uhr und 20:15 Uhr. Der Rundgang erschließt die Geschichte der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen, die Rolle des Ortes in Erfurt und die Bedeutung von Erinnerungskultur im öffentlichen Raum. Der Denkort ist als Lernort für Vielfalt und Menschenwürde angelegt und macht deutlich, wie eng Demokratie, Literatur und gesellschaftliche Verantwortung verbunden sind.
Der egapark als Bühne für ästhetische Erfahrung
Die besondere Ausstellungsatmosphäre entsteht im Spannungsfeld von Gartenlandschaft und Gedenkort. Licht, Wegeführung und Materialität verleihen der Werkbetrachtung eine ruhige Intensität. Wer den Ort besucht, erlebt kein klassisches Museum, sondern eine offene Form des Museumsbesuchs, in der Stadtgeschichte, Erinnerungsarbeit und Raumwirkung ineinandergreifen.
Bildung, Vermittlung und historisch-politisches Lernen
Der Erinnerungsort Topf & Söhne verantwortet die wissenschaftliche und kuratorische Einordnung des Denkortes. Damit steht der Abend in einer klaren Tradition museumspädagogischer Arbeit: nicht nur informieren, sondern einordnen, sensibilisieren und zum Gespräch anregen. Besonders für kunst- und kulturinteressierte Besucher entsteht hier ein Kunsterlebnis, das weniger über Spektakel als über Präzision und Haltung wirkt.
Fazit
Die Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933 lädt zu einer intensiven Begegnung mit Geschichte, Erinnerung und öffentlicher Kultur ein. Wer Erfurt an diesem Abend besucht, erlebt einen Ort von großer Stillkraft und klarer Botschaft. Ein Gang zum Denkort lohnt sich unbedingt – für alle, die Kunst im erweiterten Sinn, kulturelle Bildung und ästhetische Erfahrung suchen.
Offizielle Kanäle von Erinnerungsort Topf & Söhne:
- Instagram: https://www.erfurt.de/ef/de/service/dienste/erfurt-im-www/ig-erfurtkultur/index.html
- Facebook: https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/am/2018/128765.html
- YouTube: https://www.erfurt.de/ef/de/service/mediathek/video/2021/
- Website: https://www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/bibliotheken/museen/117389.html

