Erfurt
Brühlervorstadt, 99094 Erfurt, Deutschland
Denkort Bücherverbrennung 1933 | Erfurt & Egapark
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ein Ort, an dem Erinnerung nicht abstrakt bleibt, sondern genau dort ansetzt, wo in Erfurt am 29. Juni 1933 tatsächlich Bücher verbrannt wurden. Im heutigen egapark, im Bereich unterhalb der Cyriaksburg, erinnert das Denkmal an die Bücherverbrennung, die von der Hitlerjugend organisiert wurde und die den Angriff auf Vielfalt, Freiheit des Denkens und die offene Gesellschaft sichtbar macht. Der Denkort wurde im November 2024 eingeweiht und verbindet historische Aufklärung mit einer bewusst zeitgemäßen Formensprache: 28 im Boden eingelassene Drucklettern stehen für das gedruckte Wort, fünf Kegel als Lautsprecher für das gesprochene Wort. So entsteht ein stiller, aber eindringlicher Lern- und Gedenkort, der zugleich die Geschichte des Ortes, die nationalsozialistische Gewalt und die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten in die Gegenwart übersetzt. Der Standort im Mainzgarten hinter dem Danakil macht den Denkort im Parkalltag gut erreichbar, ohne seine historische Schwere zu verlieren. Er ist Teil einer erinnerungskulturellen Landschaft in Erfurt, die von bürgerschaftlichem Engagement, fachlicher Begleitung und öffentlicher Verantwortung getragen wird. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Bücherverbrennung 1933 in Erfurt: Datum, Ort und historische Einordnung
Die Bücherverbrennung in Erfurt fand am 29. Juni 1933 statt. Nach den offiziellen Informationen rief die Hitlerjugend die Erfurterinnen und Erfurter dazu auf, „undeutsche Literatur“ zu einem Sportplatz des Vereins für Jugend- und Volksspiele an der Cyriaksburg zu bringen, wo die Bücher im Rahmen eines „Festes der deutschen Jugend“ und eines Sonnenwendfeuers verbrannt werden sollten. Dieser lokale Vorgang war kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren nationalsozialistischen Kampagne, die sich zwischen März und November 1933 über das Deutsche Reich ausbreitete. Die offiziellen Materialien nennen für Thüringen elf Bücherverbrennungen und für das Reich mehr als 160 solcher Aktionen. Damit wird deutlich, dass Erfurt in eine systematische Zerstörung kultureller und intellektueller Vielfalt eingebunden war. Die Nationalsozialisten verstanden unter „undeutsch“ all das, was ihrer völkischen, antisemitischen und antidemokratischen Ideologie widersprach: liberale, weltoffene und pluralistische Lebensentwürfe, die Literatur jüdischer Autorinnen und Autoren sowie Werke, die kritisches Denken förderten. Der Denkort macht diese historische Dimension nicht nur über Daten sichtbar, sondern über den konkreten Ort, an dem die Gewalt stattfand. Gerade die Verbindung von Datum, Tatort und ideologischem Hintergrund ist für das Verständnis des Erinnerungsortes zentral, weil sie den Blick von einem bloßen Gedenkzeichen auf die realen Mechanismen der Ausgrenzung lenkt. Der Ort erinnert also nicht nur an verbrannte Bücher, sondern auch an die Voraussetzungen ihrer Vernichtung: Propaganda, Mobilisierung, Mitlaufen und die Bereitschaft, kulturelle Vielfalt als Feindbild zu behandeln. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Denkmal im egapark: Gestaltung, Symbolik und Lage im Mainzgarten
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 befindet sich im egapark Erfurt im Mainzgarten, vom Haupteingang aus hinter dem Wüsten- und Urwaldhaus Danakil. Diese Lage ist bewusst gewählt, weil sie den historischen Tatort im heutigen Parkraum sichtbar macht, ohne ihn zu musealisieren oder zu isolieren. Die Gestaltung folgt einer klaren Symbolik: 28 Drucklettern im Boden verweisen auf das gedruckte Wort, während fünf Kegel als Lautsprecher das gesprochene Wort repräsentieren. Die Form ist damit kein klassisches Monument mit erhobenem Sockel, sondern ein begehbarer, offener Erinnerungsraum. Der Name des Denkmals wird so selbst zur Botschaft, denn der Ort lädt zum eigenständigen Denken und freien Sprechen ein. Fachlich begleitet wurde das Projekt vom Erinnerungsort Topf & Söhne; gestaltet wurde die Formensprache vom Leipziger Büro Funkelbach. Entstanden ist der Denkort nur durch die Zusammenarbeit von Omas gegen Rechts, Stadt Erfurt und egapark sowie durch eine Spendenkampagne und weitere öffentliche Förderung. Das ist wichtig, weil der Ort damit nicht nur über die Vergangenheit spricht, sondern auch über heutige Formen zivilgesellschaftlichen Engagements. Wer den Denkort besucht, sieht keine pompöse Inszenierung, sondern eine ruhige, präzise gesetzte Intervention in die Parklandschaft. Genau darin liegt seine Stärke: Er passt sich nicht der Unterhaltung an, sondern fordert Aufmerksamkeit. Zugleich bleibt der Ort offen für die Besucher des Parks und kann im Rahmen von Veranstaltungen, Führungen und Lesungen immer wieder neu aktiviert werden. Die Kombination aus historischer Erdung, räumlicher Klarheit und symbolischer Reduktion macht den Denkort zu einem der eindrücklichsten Erinnerungsorte in Erfurt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Anfahrt und Parken am Denkort Bücherverbrennung 1933
Für den Besuch des Denkortes ist der egapark als Zielpunkt relevant. Die Besucheradresse lautet Gothaer Straße 38, 99094 Erfurt. Wer mit der Bahn anreist, fährt zunächst zum Erfurter Hauptbahnhof und nutzt dann die EVAG-Straßenbahnlinie 2 Richtung P+R Messe; die Fahrzeit beträgt nach Angaben des egaparks etwa 14 Minuten. Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt der egapark die Route über die A71 und die Eisenacher Straße in die Gothaer Straße; der Parkplatz egapark befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang auf der anderen Straßenseite. Die Parkgebühr beträgt laut egapark 1 Euro pro angefangener Stunde und 5 Euro pro Tag; das Tagesticket kann bereits direkt nach dem Befahren des Parkplatzes bezahlt werden, um später ohne Wartezeit auszufahren. Wenn der Parkplatz belegt ist, verweist der egapark auf Ausweichmöglichkeiten bei der Messe sowie auf den Parkplatz Wartburgstraße, von dem es zu Fuß oder mit der Stadtbahnlinie 2 weitergeht. Für mobilitätseingeschränkte Gäste gibt es acht ausgewiesene Behindertenparkplätze zwischen Haupteingang und ARAL-Tankstelle, nur etwa 30 Meter vom ebenerdigen Eingangsbereich entfernt. Auch Bus- und Wohnmobilstellplätze sind vorhanden: Busse können am Parkplatz gegenüber dem Haupteingang oder am Busparkplatz „Tor zur Stadt Erfurt“ in der Wartburgstraße abgestellt werden; dort stehen auch Wohnmobilstellplätze zur Verfügung. Für den konkreten Besuch des Denkortes ist außerdem hilfreich zu wissen, dass sich das Denkmal im Mainzgarten befindet und vom Haupteingang aus hinter dem Danakil liegt. Wer den Ort mit einem Rundgang verbinden möchte, kann die Wege im egapark gut mit einem Besuch weiterer Parkbereiche kombinieren. So wird der Gedenkort nicht als abgeschlossene Insel wahrgenommen, sondern als Teil eines größeren, gut erschlossenen Stadtraums. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/oeffnungszeiten%20_%20anreise))
Bildungsangebot, Führungen und Workshops am Lernort
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ausdrücklich als Lernort für Demokratie und Menschenrechte gedacht. Die offizielle Seite des egaparks beschreibt ihn als Ort der Begegnung und Bildung, der historisches Wissen über die Bücherverbrennungen 1933 und über die Bücherverbrennung in Erfurt am 29. Juni 1933 vermittelt. Ergänzt wird das stationäre Denkmal durch digitale Inhalte, Audios und ein pädagogisches Programm, das sich an Jugendliche und Bildungsgruppen richtet. Besonders wichtig ist der 90-minütige Workshop Bücherverbrennung und Menschenfeindlichkeit, dessen Inhalte, Lernziele und Methoden in einem partizipativen Prozess mit Jugendlichen entwickelt wurden. Das Angebot kann im Grünen Klassenzimmer des egaparks und auch im Erinnerungsort Topf & Söhne gebucht werden. Die pädagogische Idee dahinter ist klar: Nicht bloß erinnern, sondern Mechanismen verstehen. Der Workshop setzt bei Fragen an, die über 1933 hinausreichen, etwa wie Demokratie und Menschenrechte zerstört werden können, wie Ausgrenzung normalisiert wird und wie Sprache selbst zu einem Werkzeug der Gewalt werden kann. Genau hier zeigt sich die Besonderheit des Denkortes: Er ist kein reines Mahnmal, sondern ein Ort, an dem historische Reflexion, politische Bildung und junge Perspektiven zusammenkommen. Dazu passt auch das Format der „Kleinen Lesungen großer Literatur“, mit denen der Ort zum sprechenden Denkmal wird. Bei Veranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Museen oder anderer Programmpunkte werden dort verbrannte und verbotene Texte durch Jugendliche gelesen, sodass der Ort immer wieder neu mit Stimme und Gegenwart gefüllt wird. Diese Mischung aus Lernmaterial, Lesung, Workshop und digitaler Vermittlung macht den Denkort für Schulklassen, Jugendgruppen und historisch interessierte Besucher besonders wertvoll. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Warum der Denkort heute für Erfurt und Thüringen wichtig ist
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist mehr als ein Erinnerungszeichen für ein einzelnes Ereignis. Er steht für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Angriffen auf Freiheit, Vielfalt und Menschenwürde umgeht. Die offiziellen Texte des egaparks betonen, dass der Ort kritisch für Demokratie und Menschenrechte sensibilisieren soll, gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Das Denkmal erinnert damit nicht nur an ein historisches Verbrechen, sondern auch an die Gegenwart, in der Sprache, Ausgrenzung und Geschichtspolitik erneut umkämpft sind. Die Bedeutung des Ortes wird auch dadurch unterstrichen, dass seine Entstehung aus zivilgesellschaftlichem Engagement hervorgegangen ist: Omas gegen Rechts, der Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne, die Stadt Erfurt, die Thüringer Staatskanzlei und weitere öffentliche Akteure haben das Projekt getragen. Diese Zusammenarbeit ist selbst ein Signal dafür, dass Erinnerung nur dann lebendig bleibt, wenn sie öffentlich gewollt, fachlich begleitet und gesellschaftlich mitgetragen wird. Dass der Denkort seit seiner Einweihung im November 2024 bereits in Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen, bei Konzerten und Lesungen genutzt wird, zeigt seine Funktion als lebendiger Ort und nicht als abgeschlossene Gedenkfläche. Gerade das ist für einen Erinnerungsort dieser Art entscheidend: Er soll nicht nur auf Vergangenes verweisen, sondern Fragen an die Gegenwart stellen. Wer den Denkort besucht, erlebt daher einen Ort, an dem Geschichte, Bildung und Haltung zusammenfallen. Die Verbindung von historischer Authentizität, klarer Symbolik, offener Zugänglichkeit und pädagogischem Anspruch macht ihn zu einem wichtigen Teil der Erfurter Erinnerungskultur und zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass demokratische Werte immer wieder verteidigt werden müssen. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Quellen:
- egapark Erfurt – Denkort Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Neues Denkmal im Egapark erinnert an Erfurter Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933
- egapark Erfurt – Öffnungszeiten & Anreise
- Erinnerungsort Topf & Söhne – Denkort Bücherverbrennung 1933
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Denkort Bücherverbrennung 1933 | Erfurt & Egapark
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ein Ort, an dem Erinnerung nicht abstrakt bleibt, sondern genau dort ansetzt, wo in Erfurt am 29. Juni 1933 tatsächlich Bücher verbrannt wurden. Im heutigen egapark, im Bereich unterhalb der Cyriaksburg, erinnert das Denkmal an die Bücherverbrennung, die von der Hitlerjugend organisiert wurde und die den Angriff auf Vielfalt, Freiheit des Denkens und die offene Gesellschaft sichtbar macht. Der Denkort wurde im November 2024 eingeweiht und verbindet historische Aufklärung mit einer bewusst zeitgemäßen Formensprache: 28 im Boden eingelassene Drucklettern stehen für das gedruckte Wort, fünf Kegel als Lautsprecher für das gesprochene Wort. So entsteht ein stiller, aber eindringlicher Lern- und Gedenkort, der zugleich die Geschichte des Ortes, die nationalsozialistische Gewalt und die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten in die Gegenwart übersetzt. Der Standort im Mainzgarten hinter dem Danakil macht den Denkort im Parkalltag gut erreichbar, ohne seine historische Schwere zu verlieren. Er ist Teil einer erinnerungskulturellen Landschaft in Erfurt, die von bürgerschaftlichem Engagement, fachlicher Begleitung und öffentlicher Verantwortung getragen wird. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Bücherverbrennung 1933 in Erfurt: Datum, Ort und historische Einordnung
Die Bücherverbrennung in Erfurt fand am 29. Juni 1933 statt. Nach den offiziellen Informationen rief die Hitlerjugend die Erfurterinnen und Erfurter dazu auf, „undeutsche Literatur“ zu einem Sportplatz des Vereins für Jugend- und Volksspiele an der Cyriaksburg zu bringen, wo die Bücher im Rahmen eines „Festes der deutschen Jugend“ und eines Sonnenwendfeuers verbrannt werden sollten. Dieser lokale Vorgang war kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren nationalsozialistischen Kampagne, die sich zwischen März und November 1933 über das Deutsche Reich ausbreitete. Die offiziellen Materialien nennen für Thüringen elf Bücherverbrennungen und für das Reich mehr als 160 solcher Aktionen. Damit wird deutlich, dass Erfurt in eine systematische Zerstörung kultureller und intellektueller Vielfalt eingebunden war. Die Nationalsozialisten verstanden unter „undeutsch“ all das, was ihrer völkischen, antisemitischen und antidemokratischen Ideologie widersprach: liberale, weltoffene und pluralistische Lebensentwürfe, die Literatur jüdischer Autorinnen und Autoren sowie Werke, die kritisches Denken förderten. Der Denkort macht diese historische Dimension nicht nur über Daten sichtbar, sondern über den konkreten Ort, an dem die Gewalt stattfand. Gerade die Verbindung von Datum, Tatort und ideologischem Hintergrund ist für das Verständnis des Erinnerungsortes zentral, weil sie den Blick von einem bloßen Gedenkzeichen auf die realen Mechanismen der Ausgrenzung lenkt. Der Ort erinnert also nicht nur an verbrannte Bücher, sondern auch an die Voraussetzungen ihrer Vernichtung: Propaganda, Mobilisierung, Mitlaufen und die Bereitschaft, kulturelle Vielfalt als Feindbild zu behandeln. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Denkmal im egapark: Gestaltung, Symbolik und Lage im Mainzgarten
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 befindet sich im egapark Erfurt im Mainzgarten, vom Haupteingang aus hinter dem Wüsten- und Urwaldhaus Danakil. Diese Lage ist bewusst gewählt, weil sie den historischen Tatort im heutigen Parkraum sichtbar macht, ohne ihn zu musealisieren oder zu isolieren. Die Gestaltung folgt einer klaren Symbolik: 28 Drucklettern im Boden verweisen auf das gedruckte Wort, während fünf Kegel als Lautsprecher das gesprochene Wort repräsentieren. Die Form ist damit kein klassisches Monument mit erhobenem Sockel, sondern ein begehbarer, offener Erinnerungsraum. Der Name des Denkmals wird so selbst zur Botschaft, denn der Ort lädt zum eigenständigen Denken und freien Sprechen ein. Fachlich begleitet wurde das Projekt vom Erinnerungsort Topf & Söhne; gestaltet wurde die Formensprache vom Leipziger Büro Funkelbach. Entstanden ist der Denkort nur durch die Zusammenarbeit von Omas gegen Rechts, Stadt Erfurt und egapark sowie durch eine Spendenkampagne und weitere öffentliche Förderung. Das ist wichtig, weil der Ort damit nicht nur über die Vergangenheit spricht, sondern auch über heutige Formen zivilgesellschaftlichen Engagements. Wer den Denkort besucht, sieht keine pompöse Inszenierung, sondern eine ruhige, präzise gesetzte Intervention in die Parklandschaft. Genau darin liegt seine Stärke: Er passt sich nicht der Unterhaltung an, sondern fordert Aufmerksamkeit. Zugleich bleibt der Ort offen für die Besucher des Parks und kann im Rahmen von Veranstaltungen, Führungen und Lesungen immer wieder neu aktiviert werden. Die Kombination aus historischer Erdung, räumlicher Klarheit und symbolischer Reduktion macht den Denkort zu einem der eindrücklichsten Erinnerungsorte in Erfurt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Anfahrt und Parken am Denkort Bücherverbrennung 1933
Für den Besuch des Denkortes ist der egapark als Zielpunkt relevant. Die Besucheradresse lautet Gothaer Straße 38, 99094 Erfurt. Wer mit der Bahn anreist, fährt zunächst zum Erfurter Hauptbahnhof und nutzt dann die EVAG-Straßenbahnlinie 2 Richtung P+R Messe; die Fahrzeit beträgt nach Angaben des egaparks etwa 14 Minuten. Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt der egapark die Route über die A71 und die Eisenacher Straße in die Gothaer Straße; der Parkplatz egapark befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang auf der anderen Straßenseite. Die Parkgebühr beträgt laut egapark 1 Euro pro angefangener Stunde und 5 Euro pro Tag; das Tagesticket kann bereits direkt nach dem Befahren des Parkplatzes bezahlt werden, um später ohne Wartezeit auszufahren. Wenn der Parkplatz belegt ist, verweist der egapark auf Ausweichmöglichkeiten bei der Messe sowie auf den Parkplatz Wartburgstraße, von dem es zu Fuß oder mit der Stadtbahnlinie 2 weitergeht. Für mobilitätseingeschränkte Gäste gibt es acht ausgewiesene Behindertenparkplätze zwischen Haupteingang und ARAL-Tankstelle, nur etwa 30 Meter vom ebenerdigen Eingangsbereich entfernt. Auch Bus- und Wohnmobilstellplätze sind vorhanden: Busse können am Parkplatz gegenüber dem Haupteingang oder am Busparkplatz „Tor zur Stadt Erfurt“ in der Wartburgstraße abgestellt werden; dort stehen auch Wohnmobilstellplätze zur Verfügung. Für den konkreten Besuch des Denkortes ist außerdem hilfreich zu wissen, dass sich das Denkmal im Mainzgarten befindet und vom Haupteingang aus hinter dem Danakil liegt. Wer den Ort mit einem Rundgang verbinden möchte, kann die Wege im egapark gut mit einem Besuch weiterer Parkbereiche kombinieren. So wird der Gedenkort nicht als abgeschlossene Insel wahrgenommen, sondern als Teil eines größeren, gut erschlossenen Stadtraums. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/oeffnungszeiten%20_%20anreise))
Bildungsangebot, Führungen und Workshops am Lernort
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ausdrücklich als Lernort für Demokratie und Menschenrechte gedacht. Die offizielle Seite des egaparks beschreibt ihn als Ort der Begegnung und Bildung, der historisches Wissen über die Bücherverbrennungen 1933 und über die Bücherverbrennung in Erfurt am 29. Juni 1933 vermittelt. Ergänzt wird das stationäre Denkmal durch digitale Inhalte, Audios und ein pädagogisches Programm, das sich an Jugendliche und Bildungsgruppen richtet. Besonders wichtig ist der 90-minütige Workshop Bücherverbrennung und Menschenfeindlichkeit, dessen Inhalte, Lernziele und Methoden in einem partizipativen Prozess mit Jugendlichen entwickelt wurden. Das Angebot kann im Grünen Klassenzimmer des egaparks und auch im Erinnerungsort Topf & Söhne gebucht werden. Die pädagogische Idee dahinter ist klar: Nicht bloß erinnern, sondern Mechanismen verstehen. Der Workshop setzt bei Fragen an, die über 1933 hinausreichen, etwa wie Demokratie und Menschenrechte zerstört werden können, wie Ausgrenzung normalisiert wird und wie Sprache selbst zu einem Werkzeug der Gewalt werden kann. Genau hier zeigt sich die Besonderheit des Denkortes: Er ist kein reines Mahnmal, sondern ein Ort, an dem historische Reflexion, politische Bildung und junge Perspektiven zusammenkommen. Dazu passt auch das Format der „Kleinen Lesungen großer Literatur“, mit denen der Ort zum sprechenden Denkmal wird. Bei Veranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Museen oder anderer Programmpunkte werden dort verbrannte und verbotene Texte durch Jugendliche gelesen, sodass der Ort immer wieder neu mit Stimme und Gegenwart gefüllt wird. Diese Mischung aus Lernmaterial, Lesung, Workshop und digitaler Vermittlung macht den Denkort für Schulklassen, Jugendgruppen und historisch interessierte Besucher besonders wertvoll. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Warum der Denkort heute für Erfurt und Thüringen wichtig ist
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist mehr als ein Erinnerungszeichen für ein einzelnes Ereignis. Er steht für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Angriffen auf Freiheit, Vielfalt und Menschenwürde umgeht. Die offiziellen Texte des egaparks betonen, dass der Ort kritisch für Demokratie und Menschenrechte sensibilisieren soll, gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Das Denkmal erinnert damit nicht nur an ein historisches Verbrechen, sondern auch an die Gegenwart, in der Sprache, Ausgrenzung und Geschichtspolitik erneut umkämpft sind. Die Bedeutung des Ortes wird auch dadurch unterstrichen, dass seine Entstehung aus zivilgesellschaftlichem Engagement hervorgegangen ist: Omas gegen Rechts, der Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne, die Stadt Erfurt, die Thüringer Staatskanzlei und weitere öffentliche Akteure haben das Projekt getragen. Diese Zusammenarbeit ist selbst ein Signal dafür, dass Erinnerung nur dann lebendig bleibt, wenn sie öffentlich gewollt, fachlich begleitet und gesellschaftlich mitgetragen wird. Dass der Denkort seit seiner Einweihung im November 2024 bereits in Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen, bei Konzerten und Lesungen genutzt wird, zeigt seine Funktion als lebendiger Ort und nicht als abgeschlossene Gedenkfläche. Gerade das ist für einen Erinnerungsort dieser Art entscheidend: Er soll nicht nur auf Vergangenes verweisen, sondern Fragen an die Gegenwart stellen. Wer den Denkort besucht, erlebt daher einen Ort, an dem Geschichte, Bildung und Haltung zusammenfallen. Die Verbindung von historischer Authentizität, klarer Symbolik, offener Zugänglichkeit und pädagogischem Anspruch macht ihn zu einem wichtigen Teil der Erfurter Erinnerungskultur und zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass demokratische Werte immer wieder verteidigt werden müssen. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Quellen:
- egapark Erfurt – Denkort Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Neues Denkmal im Egapark erinnert an Erfurter Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933
- egapark Erfurt – Öffnungszeiten & Anreise
- Erinnerungsort Topf & Söhne – Denkort Bücherverbrennung 1933
Denkort Bücherverbrennung 1933 | Erfurt & Egapark
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ein Ort, an dem Erinnerung nicht abstrakt bleibt, sondern genau dort ansetzt, wo in Erfurt am 29. Juni 1933 tatsächlich Bücher verbrannt wurden. Im heutigen egapark, im Bereich unterhalb der Cyriaksburg, erinnert das Denkmal an die Bücherverbrennung, die von der Hitlerjugend organisiert wurde und die den Angriff auf Vielfalt, Freiheit des Denkens und die offene Gesellschaft sichtbar macht. Der Denkort wurde im November 2024 eingeweiht und verbindet historische Aufklärung mit einer bewusst zeitgemäßen Formensprache: 28 im Boden eingelassene Drucklettern stehen für das gedruckte Wort, fünf Kegel als Lautsprecher für das gesprochene Wort. So entsteht ein stiller, aber eindringlicher Lern- und Gedenkort, der zugleich die Geschichte des Ortes, die nationalsozialistische Gewalt und die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten in die Gegenwart übersetzt. Der Standort im Mainzgarten hinter dem Danakil macht den Denkort im Parkalltag gut erreichbar, ohne seine historische Schwere zu verlieren. Er ist Teil einer erinnerungskulturellen Landschaft in Erfurt, die von bürgerschaftlichem Engagement, fachlicher Begleitung und öffentlicher Verantwortung getragen wird. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Bücherverbrennung 1933 in Erfurt: Datum, Ort und historische Einordnung
Die Bücherverbrennung in Erfurt fand am 29. Juni 1933 statt. Nach den offiziellen Informationen rief die Hitlerjugend die Erfurterinnen und Erfurter dazu auf, „undeutsche Literatur“ zu einem Sportplatz des Vereins für Jugend- und Volksspiele an der Cyriaksburg zu bringen, wo die Bücher im Rahmen eines „Festes der deutschen Jugend“ und eines Sonnenwendfeuers verbrannt werden sollten. Dieser lokale Vorgang war kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren nationalsozialistischen Kampagne, die sich zwischen März und November 1933 über das Deutsche Reich ausbreitete. Die offiziellen Materialien nennen für Thüringen elf Bücherverbrennungen und für das Reich mehr als 160 solcher Aktionen. Damit wird deutlich, dass Erfurt in eine systematische Zerstörung kultureller und intellektueller Vielfalt eingebunden war. Die Nationalsozialisten verstanden unter „undeutsch“ all das, was ihrer völkischen, antisemitischen und antidemokratischen Ideologie widersprach: liberale, weltoffene und pluralistische Lebensentwürfe, die Literatur jüdischer Autorinnen und Autoren sowie Werke, die kritisches Denken förderten. Der Denkort macht diese historische Dimension nicht nur über Daten sichtbar, sondern über den konkreten Ort, an dem die Gewalt stattfand. Gerade die Verbindung von Datum, Tatort und ideologischem Hintergrund ist für das Verständnis des Erinnerungsortes zentral, weil sie den Blick von einem bloßen Gedenkzeichen auf die realen Mechanismen der Ausgrenzung lenkt. Der Ort erinnert also nicht nur an verbrannte Bücher, sondern auch an die Voraussetzungen ihrer Vernichtung: Propaganda, Mobilisierung, Mitlaufen und die Bereitschaft, kulturelle Vielfalt als Feindbild zu behandeln. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Denkmal im egapark: Gestaltung, Symbolik und Lage im Mainzgarten
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 befindet sich im egapark Erfurt im Mainzgarten, vom Haupteingang aus hinter dem Wüsten- und Urwaldhaus Danakil. Diese Lage ist bewusst gewählt, weil sie den historischen Tatort im heutigen Parkraum sichtbar macht, ohne ihn zu musealisieren oder zu isolieren. Die Gestaltung folgt einer klaren Symbolik: 28 Drucklettern im Boden verweisen auf das gedruckte Wort, während fünf Kegel als Lautsprecher das gesprochene Wort repräsentieren. Die Form ist damit kein klassisches Monument mit erhobenem Sockel, sondern ein begehbarer, offener Erinnerungsraum. Der Name des Denkmals wird so selbst zur Botschaft, denn der Ort lädt zum eigenständigen Denken und freien Sprechen ein. Fachlich begleitet wurde das Projekt vom Erinnerungsort Topf & Söhne; gestaltet wurde die Formensprache vom Leipziger Büro Funkelbach. Entstanden ist der Denkort nur durch die Zusammenarbeit von Omas gegen Rechts, Stadt Erfurt und egapark sowie durch eine Spendenkampagne und weitere öffentliche Förderung. Das ist wichtig, weil der Ort damit nicht nur über die Vergangenheit spricht, sondern auch über heutige Formen zivilgesellschaftlichen Engagements. Wer den Denkort besucht, sieht keine pompöse Inszenierung, sondern eine ruhige, präzise gesetzte Intervention in die Parklandschaft. Genau darin liegt seine Stärke: Er passt sich nicht der Unterhaltung an, sondern fordert Aufmerksamkeit. Zugleich bleibt der Ort offen für die Besucher des Parks und kann im Rahmen von Veranstaltungen, Führungen und Lesungen immer wieder neu aktiviert werden. Die Kombination aus historischer Erdung, räumlicher Klarheit und symbolischer Reduktion macht den Denkort zu einem der eindrücklichsten Erinnerungsorte in Erfurt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/149327.html))
Anfahrt und Parken am Denkort Bücherverbrennung 1933
Für den Besuch des Denkortes ist der egapark als Zielpunkt relevant. Die Besucheradresse lautet Gothaer Straße 38, 99094 Erfurt. Wer mit der Bahn anreist, fährt zunächst zum Erfurter Hauptbahnhof und nutzt dann die EVAG-Straßenbahnlinie 2 Richtung P+R Messe; die Fahrzeit beträgt nach Angaben des egaparks etwa 14 Minuten. Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt der egapark die Route über die A71 und die Eisenacher Straße in die Gothaer Straße; der Parkplatz egapark befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang auf der anderen Straßenseite. Die Parkgebühr beträgt laut egapark 1 Euro pro angefangener Stunde und 5 Euro pro Tag; das Tagesticket kann bereits direkt nach dem Befahren des Parkplatzes bezahlt werden, um später ohne Wartezeit auszufahren. Wenn der Parkplatz belegt ist, verweist der egapark auf Ausweichmöglichkeiten bei der Messe sowie auf den Parkplatz Wartburgstraße, von dem es zu Fuß oder mit der Stadtbahnlinie 2 weitergeht. Für mobilitätseingeschränkte Gäste gibt es acht ausgewiesene Behindertenparkplätze zwischen Haupteingang und ARAL-Tankstelle, nur etwa 30 Meter vom ebenerdigen Eingangsbereich entfernt. Auch Bus- und Wohnmobilstellplätze sind vorhanden: Busse können am Parkplatz gegenüber dem Haupteingang oder am Busparkplatz „Tor zur Stadt Erfurt“ in der Wartburgstraße abgestellt werden; dort stehen auch Wohnmobilstellplätze zur Verfügung. Für den konkreten Besuch des Denkortes ist außerdem hilfreich zu wissen, dass sich das Denkmal im Mainzgarten befindet und vom Haupteingang aus hinter dem Danakil liegt. Wer den Ort mit einem Rundgang verbinden möchte, kann die Wege im egapark gut mit einem Besuch weiterer Parkbereiche kombinieren. So wird der Gedenkort nicht als abgeschlossene Insel wahrgenommen, sondern als Teil eines größeren, gut erschlossenen Stadtraums. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/oeffnungszeiten%20_%20anreise))
Bildungsangebot, Führungen und Workshops am Lernort
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist ausdrücklich als Lernort für Demokratie und Menschenrechte gedacht. Die offizielle Seite des egaparks beschreibt ihn als Ort der Begegnung und Bildung, der historisches Wissen über die Bücherverbrennungen 1933 und über die Bücherverbrennung in Erfurt am 29. Juni 1933 vermittelt. Ergänzt wird das stationäre Denkmal durch digitale Inhalte, Audios und ein pädagogisches Programm, das sich an Jugendliche und Bildungsgruppen richtet. Besonders wichtig ist der 90-minütige Workshop Bücherverbrennung und Menschenfeindlichkeit, dessen Inhalte, Lernziele und Methoden in einem partizipativen Prozess mit Jugendlichen entwickelt wurden. Das Angebot kann im Grünen Klassenzimmer des egaparks und auch im Erinnerungsort Topf & Söhne gebucht werden. Die pädagogische Idee dahinter ist klar: Nicht bloß erinnern, sondern Mechanismen verstehen. Der Workshop setzt bei Fragen an, die über 1933 hinausreichen, etwa wie Demokratie und Menschenrechte zerstört werden können, wie Ausgrenzung normalisiert wird und wie Sprache selbst zu einem Werkzeug der Gewalt werden kann. Genau hier zeigt sich die Besonderheit des Denkortes: Er ist kein reines Mahnmal, sondern ein Ort, an dem historische Reflexion, politische Bildung und junge Perspektiven zusammenkommen. Dazu passt auch das Format der „Kleinen Lesungen großer Literatur“, mit denen der Ort zum sprechenden Denkmal wird. Bei Veranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Museen oder anderer Programmpunkte werden dort verbrannte und verbotene Texte durch Jugendliche gelesen, sodass der Ort immer wieder neu mit Stimme und Gegenwart gefüllt wird. Diese Mischung aus Lernmaterial, Lesung, Workshop und digitaler Vermittlung macht den Denkort für Schulklassen, Jugendgruppen und historisch interessierte Besucher besonders wertvoll. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Warum der Denkort heute für Erfurt und Thüringen wichtig ist
Der Denkort Bücherverbrennung 1933 ist mehr als ein Erinnerungszeichen für ein einzelnes Ereignis. Er steht für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Angriffen auf Freiheit, Vielfalt und Menschenwürde umgeht. Die offiziellen Texte des egaparks betonen, dass der Ort kritisch für Demokratie und Menschenrechte sensibilisieren soll, gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Das Denkmal erinnert damit nicht nur an ein historisches Verbrechen, sondern auch an die Gegenwart, in der Sprache, Ausgrenzung und Geschichtspolitik erneut umkämpft sind. Die Bedeutung des Ortes wird auch dadurch unterstrichen, dass seine Entstehung aus zivilgesellschaftlichem Engagement hervorgegangen ist: Omas gegen Rechts, der Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne, die Stadt Erfurt, die Thüringer Staatskanzlei und weitere öffentliche Akteure haben das Projekt getragen. Diese Zusammenarbeit ist selbst ein Signal dafür, dass Erinnerung nur dann lebendig bleibt, wenn sie öffentlich gewollt, fachlich begleitet und gesellschaftlich mitgetragen wird. Dass der Denkort seit seiner Einweihung im November 2024 bereits in Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen, bei Konzerten und Lesungen genutzt wird, zeigt seine Funktion als lebendiger Ort und nicht als abgeschlossene Gedenkfläche. Gerade das ist für einen Erinnerungsort dieser Art entscheidend: Er soll nicht nur auf Vergangenes verweisen, sondern Fragen an die Gegenwart stellen. Wer den Denkort besucht, erlebt daher einen Ort, an dem Geschichte, Bildung und Haltung zusammenfallen. Die Verbindung von historischer Authentizität, klarer Symbolik, offener Zugänglichkeit und pädagogischem Anspruch macht ihn zu einem wichtigen Teil der Erfurter Erinnerungskultur und zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass demokratische Werte immer wieder verteidigt werden müssen. ([egapark-erfurt.de](https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/denkort%2Bbuecherverbrennung%2B1933))
Quellen:
- egapark Erfurt – Denkort Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Neues Denkmal im Egapark erinnert an Erfurter Bücherverbrennung 1933
- Stadt Erfurt – Lange Nacht der Museen am Denkort Bücherverbrennung 1933
- egapark Erfurt – Öffnungszeiten & Anreise
- Erinnerungsort Topf & Söhne – Denkort Bücherverbrennung 1933
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