
Erfurt
Brühler Str. 37, 99084 Erfurt, Deutschland
Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher | Buchdruck
Das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ist ein besonderer Kulturort in Erfurts Brühlervorstadt: ein historisches Speichergebäude des 19. Jahrhunderts, das seit 2001 museal genutzt wird und unter einem Dach Druckgeschichte, Sammlungsgeschichte und wechselnde Ausstellungen vereint. Wer nach Fotos, einem ersten Eindruck oder praktischen Besucherinfos sucht, findet auf den offiziellen Seiten viele Ansichten des Gebäudes, der Druckmaschinen und des Schaudepots. Der Ort ist damit weniger ein klassisches Laufpublikum-Museum als ein gezieltes Entdeckungsziel für alle, die Buchdruck, Handwerk und Erfurter Stadtgeschichte in ruhiger Atmosphäre erleben möchten. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Fotos und erster Eindruck vom Benary-Speicher
Wer das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher zum ersten Mal sieht, merkt schnell, dass hier nicht nur Ausstellungsstücke, sondern auch Architektur eine Geschichte erzählt. Das Gebäude gehört zu den markanten Industriezeugnissen der Brühlervorstadt und bewahrt bis heute die Atmosphäre eines alten Speichers: massive Wände, sichtbare Holzeinbauten und der originale Sackaufzug prägen den Eindruck ebenso wie die museale Nutzung im Inneren. Gerade deshalb wirken die Fotos auf den offiziellen Seiten so einprägsam, weil sie nicht nur einzelne Exponate zeigen, sondern das Zusammenspiel aus historischer Hülle und lebendiger Ausstellung. Für Besucher, die sich vorab orientieren wollen, ist das ideal: Man erkennt sofort, dass hier Buchdruck, Sammlungsarbeit und Denkmalcharakter in einem Ort zusammenkommen. Auch die Lage innerhalb des Sparkassen-Finanzzentrums macht den Ort ungewöhnlich; der Speicher steht nicht isoliert, sondern ist in ein modernes Umfeld eingebettet, das seine historische Präsenz noch stärker hervorhebt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Besonders spannend ist, dass die visuellen Eindrücke nicht auf eine einzelne Perspektive reduziert bleiben. Auf den offiziellen Seiten erscheinen Aufnahmen des Gebäudes, der Werkstätten, der Druckmaschinen und der wechselnden Präsentationen, sodass schon vor dem Besuch ein recht klares Bild entsteht. Aktuell wird der Benary-Speicher unter anderem von der Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary begleitet, die den Ort zusätzlich mit einer zeitgenössischen Ebene verbindet. Das macht den ersten Eindruck doppelt interessant: Einerseits erlebt man ein Denkmal der Industriegeschichte, andererseits einen aktiven Museumsstandort, an dem neue Inhalte sichtbar werden. Wer die Kombination aus alten Ziegelmauern, historischen Maschinen und aktueller Kulturarbeit schätzt, findet hier genau die richtige Mischung. Der Benary-Speicher ist kein Museum, das sich laut in den Vordergrund drängt, sondern eines, das seine Stärke aus dem Spannungsverhältnis von Speicherarchitektur, Sammlung und Ausstellung bezieht. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Geschichte des Benary-Speichers im 19. Jahrhundert
Die Geschichte des Benary-Speichers beginnt mit der wirtschaftlichen Entwicklung Erfurts im 19. Jahrhundert und mit der Familie Benary, die im Bereich Samenzucht und Erwerbsgartenbau eine wichtige Rolle spielte. Das Gebäude wurde als Speicher für Saatgut errichtet und gehört damit zu jener städtischen Industriearchitektur, die nicht nur funktional, sondern auch identitätsstiftend ist. Heute ist der Speicher ein Denkmal, doch die ursprüngliche Nutzung ist noch deutlich ablesbar. Gerade das macht seinen Reiz aus: Der Ort erzählt nicht abstrakt von der Vergangenheit, sondern zeigt sie im Material, in den Proportionen und in der erhaltenen Struktur. Seit April 2001 sind hier das Druckereimuseum und das Schaudepot untergebracht, sodass die historische Hülle eine neue, kulturelle Aufgabe bekommen hat. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Museumsinhalte, sondern auch die Verwandlung eines Wirtschaftsbaus in einen lebendigen Bildungsort. ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
Besonders wertvoll ist, dass im Gebäude zentrale Spuren der früheren Nutzung erhalten geblieben sind. Die Holzeinbauten und der Sackaufzug, der einst dem inneren Transport diente, lassen die Funktionslogik eines Speicherhauses nachvollziehen und machen das historische Arbeiten vor Ort beinahe körperlich erfahrbar. Gleichzeitig gehört der Benary-Speicher heute zum Ensemble des Sparkassen-Finanzzentrums, dessen Rahmen die kulturelle Nutzung ermöglicht. Damit ist das Gebäude ein gutes Beispiel für die Weiterverwendung von Industriebauten in der Stadtentwicklung: Ein ehemaliger Betriebsspeicher wird nicht abgerissen, sondern bleibt als Zeugnis der Erfurter Produktions- und Handelsgeschichte sichtbar. Für Besucher ist das mehr als ein schöner Hintergrund, denn die Architektur erklärt hier mit, warum ausgerechnet dieser Ort für Druckgeschichte und Depotpräsentation geeignet ist. Die historische Substanz schafft eine Glaubwürdigkeit, die moderne Neubauten nur selten erreichen. Genau deshalb wirkt der Benary-Speicher sowohl sachlich als auch atmosphärisch überzeugend. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Historische Druckmaschinen und Buchdruck zum Anfassen
Im Erdgeschoss befindet sich das zum Stadtmuseum gehörende Druckereimuseum, und hier liegt das Herzstück des gesamten Ortes. Zu sehen sind historische Maschinen, die einen Einblick in die Techniken des Buchdrucks und des künstlerischen Handdrucks geben. Der Bestand umfasst funktionstüchtige Druckereimaschinen aus den letzten zwei Jahrhunderten, darunter drei Handdruckpressen, verschiedene Druckmaschinen, Scheren sowie eine Falz- und eine Heftmaschine. Das ist nicht nur für Fachleute interessant, sondern auch für alle, die verstehen möchten, wie Texte, Bilder und Drucksachen früher entstanden sind. Die Sammlung zeigt, dass Druck nicht einfach ein technischer Vorgang war, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Handarbeit, Präzision und Materialkenntnis. Gerade im Zeitalter digitaler Medien wird das sichtbare Funktionieren dieser Maschinen für viele Besucher zu einem echten Aha-Erlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Ein weiterer Pluspunkt des Druckereimuseums ist, dass der Besuch nicht bei der bloßen Betrachtung stehen bleibt. Nach einer fachkundigen Führung können Gäste selbst drucken oder thematische Wechselausstellungen ansehen, die jeweils Bezüge zu den ständigen Präsentationen herstellen. Das macht den Ort besonders lebendig und eignet sich auch gut für Gruppen, Schulklassen und alle, die kulturelles Lernen gern praktisch erleben. Hinzu kommen die museumspädagogischen Angebote des Stadtmuseums, etwa der Rundgang Universitäts- und Druckstadt Erfurt oder das Format Vom geschriebenen zum gedruckten Buch, bei dem verschiedene Schreibutensilien ausprobiert werden. Solche Angebote zeigen, dass der Benary-Speicher nicht nur ein Ort zum Anschauen ist, sondern ein Ort zum Verstehen und Mitmachen. Wer die Geschichte des Buchdrucks in Erfurt nachvollziehen möchte, bekommt hier keine trockene Theorie, sondern ein anschauliches, hands-on orientiertes Museumserlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Schaudepot, Südseesammlung und Sammlung Kämmerer
Im ersten Obergeschoss des Benary-Speichers liegt das Schaudepot, das Objekte aus dem Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt und dem Angermuseum aufbewahrt und präsentiert. Besonders auffällig ist die Südseesammlung: Sie geht auf den Erwerb der über 600 Objekte umfassenden Sammlung des Kolonialbeamten Dr. Wilhelm Knappe im Jahr 1889 zurück. Zu den Blickfängen zählt ein fast sechs Meter langes Auslegerboot, das als einziges seiner Zeit von den Marshall-Inseln und Samoa beschrieben wird. Damit ist das Schaudepot nicht nur ein Aufbewahrungsort, sondern ein Raum, in dem Herkunft, Sammlungsgeschichte und materielle Kultur unmittelbar sichtbar werden. Gerade diese Mischung macht den Benary-Speicher für Menschen interessant, die keine klassische Dauerausstellung erwarten, sondern ungewöhnliche Einblicke in sonst verborgene Bestände der Erfurter Museen suchen. ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
Die Sammlung Kämmerer ergänzt dieses Bild mit Möbeln, Gemälden und wertvollen Porzellanen aus den thüringischen Manufakturen Volkstedt und Ilmenau, außerdem mit Innungstruhen und Kleinmöbeln aus Beständen mehrerer Erfurter Museen. Das Schaudepot zeigt damit nicht nur exotische oder regionale Einzelstücke, sondern auch Formen bürgerlicher und handwerklicher Kultur aus Thüringen. Für Besucher ist das spannend, weil hier Dinge sichtbar werden, die normalerweise in Depots lagern und eben nicht im regulären Ausstellungsbetrieb stehen. Der Benary-Speicher macht aus dem Depot selbst einen Teil der Erzählung: Wie werden Objekte bewahrt, warum werden sie ausgewählt, und wie lässt sich ein Depot öffentlich zeigen, ohne seinen konservatorischen Auftrag zu verlieren? Genau diese Fragen beantworten die Räume im Obergeschoss auf anschauliche Weise. Das Ergebnis ist ein Besuch, der genauso sammlungsbezogen wie atmosphärisch ist. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Anfahrt, Parken, Öffnungszeiten und Voranmeldung
Die Adresse des Benary-Speichers lautet Brühler Straße 37 in 99084 Erfurt, im Sparkassen-Finanzzentrum. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stadtbahn besonders praktisch, denn die Linien 2 und 4 halten an der Haltestelle Sparkassen-Finanzzentrum; die Tourismusseite nennt sogar nur rund 50 Meter Fußweg von dort. Damit ist der Standort gut an das Erfurter ÖPNV-Netz angebunden und auch für Besucher ohne Auto einfach erreichbar. Wer die Lage kennt, merkt schnell, dass der Benary-Speicher zentral genug für einen Kulturspaziergang ist, aber gleichzeitig ruhig genug liegt, um als eigenständiges Ziel wahrgenommen zu werden. Gerade für Gäste, die den Ort gezielt wegen einer Führung oder Ausstellung ansteuern, ist diese Kombination aus Nähe und Eigenständigkeit sehr angenehm. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Für Autofahrer nennt die Stadt das Parkhaus Sparkassen-Finanzzentrum werktags oder alternativ die Tiefgarage Domplatz; von dort sind es etwa 15 Minuten Fußweg. Wichtig ist außerdem: Eine Besichtigung ist nur im Rahmen von Veranstaltungen oder nach Voranmeldung möglich. Die zuständigen Kontaktmöglichkeiten werden auf der offiziellen Seite genannt, und Sonderführungen sowie Veranstaltungen werden dort regelmäßig veröffentlicht. Wer seinen Besuch plant, sollte also vorab prüfen, ob gerade eine öffentliche Führung, eine Ausstellung oder ein Sondertermin angeboten wird. Positiv für viele Besucher: Fotografieren ist erlaubt, es gibt Fahrradständer sowie eine Toilette und eine Behindertentoilette. Damit ist der Benary-Speicher nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch gut vorbereitet auf unterschiedliche Besuchergruppen. Die Mischung aus klarer Anbindung, planbarer Anfahrt und besonderem Besuchsformat macht den Ort in Erfurt sehr unkompliziert erreichbar. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Aktuelle Ausstellungen, Führungen und Termine 2026
2026 ist für den Benary-Speicher ein besonderes Jahr, denn die museale Nutzung des Gebäudes feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Auf den offiziellen Seiten wird dazu ein feierlicher Festakt am 1. April 2026 genannt, und zugleich werden im Frühjahr mehrere öffentliche Führungen angekündigt. Mitte Mai 2026 stehen etwa Führungen im Druckereimuseum und im Schaudepot auf dem Programm, darunter Erläuterungen zu künstlerischen Handdrucktechniken mit Karsten Kunert sowie öffentliche Rundgänge durch die Sammlungsbereiche. Diese Termine zeigen sehr gut, wie aktiv der Ort als Bildungs- und Veranstaltungsstätte genutzt wird. Der Benary-Speicher ist also kein statisches Depot, sondern ein Haus mit regelmäßig wechselnden Programmpunkten, die Fachwissen, Handwerk und Vermittlung miteinander verbinden. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Parallel dazu ist die temporäre Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary vom 1. April 2026 bis 31. März 2027 zu sehen. Dadurch erhält der historische Ort eine aktuelle visuelle Ebene, die den Blick auf die Familie Benary und auf die Geschichte des Hauses erweitert. Für Besucher ist genau diese Kombination reizvoll: Einerseits der Speicher als Denkmal, das die Vergangenheit bewahrt, andererseits eine Ausstellung, die den Ort mit Gegenwart und künstlerischer Wahrnehmung verbindet. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Buchdruck und Sammlungen, sondern auch das lebendige Weitererzählen von Geschichte. Das ist für Erfurt kulturell besonders wertvoll, weil es zeigt, wie eng Industriekultur, Stadtgeschichte und Museumsarbeit hier zusammengehören. Gerade für Suchanfragen nach Fotos, Öffnungszeiten, Führungen und aktuellen Inhalten ist das ein starker inhaltlicher Mehrwert. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Zusammengefasst bietet das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher einen seltenen Mix aus Denkmal, Werkstatt und Schaubereich. Die historischen Maschinen machen Drucktechnik greifbar, das Schaudepot öffnet sonst verborgene Sammlungen, und die wechselnden Veranstaltungen halten den Ort aktuell. Wer in Erfurt nach einem kulturellen Ziel sucht, das zugleich ruhig, gehaltvoll und gut planbar ist, findet hier eine sehr besondere Adresse. Genau deshalb eignet sich der Benary-Speicher für Besucher, die mehr wollen als nur eine kurze Sehenswürdigkeit: Sie bekommen einen echten Einblick in Stadtgeschichte, Sammlungskultur und museale Praxis. Damit bleibt der Ort auch über einzelne Ausstellungstermine hinaus relevant und interessant. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Quellen:
- Erfurt.de - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
- Erfurt Tourismus - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Benary-Speicher ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Tag der Druckkunst in Erfurt ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/service/aktuelles/veranstaltungen/2025/150500.html?utm_source=openai))
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Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher | Buchdruck
Das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ist ein besonderer Kulturort in Erfurts Brühlervorstadt: ein historisches Speichergebäude des 19. Jahrhunderts, das seit 2001 museal genutzt wird und unter einem Dach Druckgeschichte, Sammlungsgeschichte und wechselnde Ausstellungen vereint. Wer nach Fotos, einem ersten Eindruck oder praktischen Besucherinfos sucht, findet auf den offiziellen Seiten viele Ansichten des Gebäudes, der Druckmaschinen und des Schaudepots. Der Ort ist damit weniger ein klassisches Laufpublikum-Museum als ein gezieltes Entdeckungsziel für alle, die Buchdruck, Handwerk und Erfurter Stadtgeschichte in ruhiger Atmosphäre erleben möchten. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Fotos und erster Eindruck vom Benary-Speicher
Wer das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher zum ersten Mal sieht, merkt schnell, dass hier nicht nur Ausstellungsstücke, sondern auch Architektur eine Geschichte erzählt. Das Gebäude gehört zu den markanten Industriezeugnissen der Brühlervorstadt und bewahrt bis heute die Atmosphäre eines alten Speichers: massive Wände, sichtbare Holzeinbauten und der originale Sackaufzug prägen den Eindruck ebenso wie die museale Nutzung im Inneren. Gerade deshalb wirken die Fotos auf den offiziellen Seiten so einprägsam, weil sie nicht nur einzelne Exponate zeigen, sondern das Zusammenspiel aus historischer Hülle und lebendiger Ausstellung. Für Besucher, die sich vorab orientieren wollen, ist das ideal: Man erkennt sofort, dass hier Buchdruck, Sammlungsarbeit und Denkmalcharakter in einem Ort zusammenkommen. Auch die Lage innerhalb des Sparkassen-Finanzzentrums macht den Ort ungewöhnlich; der Speicher steht nicht isoliert, sondern ist in ein modernes Umfeld eingebettet, das seine historische Präsenz noch stärker hervorhebt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Besonders spannend ist, dass die visuellen Eindrücke nicht auf eine einzelne Perspektive reduziert bleiben. Auf den offiziellen Seiten erscheinen Aufnahmen des Gebäudes, der Werkstätten, der Druckmaschinen und der wechselnden Präsentationen, sodass schon vor dem Besuch ein recht klares Bild entsteht. Aktuell wird der Benary-Speicher unter anderem von der Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary begleitet, die den Ort zusätzlich mit einer zeitgenössischen Ebene verbindet. Das macht den ersten Eindruck doppelt interessant: Einerseits erlebt man ein Denkmal der Industriegeschichte, andererseits einen aktiven Museumsstandort, an dem neue Inhalte sichtbar werden. Wer die Kombination aus alten Ziegelmauern, historischen Maschinen und aktueller Kulturarbeit schätzt, findet hier genau die richtige Mischung. Der Benary-Speicher ist kein Museum, das sich laut in den Vordergrund drängt, sondern eines, das seine Stärke aus dem Spannungsverhältnis von Speicherarchitektur, Sammlung und Ausstellung bezieht. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Geschichte des Benary-Speichers im 19. Jahrhundert
Die Geschichte des Benary-Speichers beginnt mit der wirtschaftlichen Entwicklung Erfurts im 19. Jahrhundert und mit der Familie Benary, die im Bereich Samenzucht und Erwerbsgartenbau eine wichtige Rolle spielte. Das Gebäude wurde als Speicher für Saatgut errichtet und gehört damit zu jener städtischen Industriearchitektur, die nicht nur funktional, sondern auch identitätsstiftend ist. Heute ist der Speicher ein Denkmal, doch die ursprüngliche Nutzung ist noch deutlich ablesbar. Gerade das macht seinen Reiz aus: Der Ort erzählt nicht abstrakt von der Vergangenheit, sondern zeigt sie im Material, in den Proportionen und in der erhaltenen Struktur. Seit April 2001 sind hier das Druckereimuseum und das Schaudepot untergebracht, sodass die historische Hülle eine neue, kulturelle Aufgabe bekommen hat. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Museumsinhalte, sondern auch die Verwandlung eines Wirtschaftsbaus in einen lebendigen Bildungsort. ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
Besonders wertvoll ist, dass im Gebäude zentrale Spuren der früheren Nutzung erhalten geblieben sind. Die Holzeinbauten und der Sackaufzug, der einst dem inneren Transport diente, lassen die Funktionslogik eines Speicherhauses nachvollziehen und machen das historische Arbeiten vor Ort beinahe körperlich erfahrbar. Gleichzeitig gehört der Benary-Speicher heute zum Ensemble des Sparkassen-Finanzzentrums, dessen Rahmen die kulturelle Nutzung ermöglicht. Damit ist das Gebäude ein gutes Beispiel für die Weiterverwendung von Industriebauten in der Stadtentwicklung: Ein ehemaliger Betriebsspeicher wird nicht abgerissen, sondern bleibt als Zeugnis der Erfurter Produktions- und Handelsgeschichte sichtbar. Für Besucher ist das mehr als ein schöner Hintergrund, denn die Architektur erklärt hier mit, warum ausgerechnet dieser Ort für Druckgeschichte und Depotpräsentation geeignet ist. Die historische Substanz schafft eine Glaubwürdigkeit, die moderne Neubauten nur selten erreichen. Genau deshalb wirkt der Benary-Speicher sowohl sachlich als auch atmosphärisch überzeugend. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Historische Druckmaschinen und Buchdruck zum Anfassen
Im Erdgeschoss befindet sich das zum Stadtmuseum gehörende Druckereimuseum, und hier liegt das Herzstück des gesamten Ortes. Zu sehen sind historische Maschinen, die einen Einblick in die Techniken des Buchdrucks und des künstlerischen Handdrucks geben. Der Bestand umfasst funktionstüchtige Druckereimaschinen aus den letzten zwei Jahrhunderten, darunter drei Handdruckpressen, verschiedene Druckmaschinen, Scheren sowie eine Falz- und eine Heftmaschine. Das ist nicht nur für Fachleute interessant, sondern auch für alle, die verstehen möchten, wie Texte, Bilder und Drucksachen früher entstanden sind. Die Sammlung zeigt, dass Druck nicht einfach ein technischer Vorgang war, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Handarbeit, Präzision und Materialkenntnis. Gerade im Zeitalter digitaler Medien wird das sichtbare Funktionieren dieser Maschinen für viele Besucher zu einem echten Aha-Erlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Ein weiterer Pluspunkt des Druckereimuseums ist, dass der Besuch nicht bei der bloßen Betrachtung stehen bleibt. Nach einer fachkundigen Führung können Gäste selbst drucken oder thematische Wechselausstellungen ansehen, die jeweils Bezüge zu den ständigen Präsentationen herstellen. Das macht den Ort besonders lebendig und eignet sich auch gut für Gruppen, Schulklassen und alle, die kulturelles Lernen gern praktisch erleben. Hinzu kommen die museumspädagogischen Angebote des Stadtmuseums, etwa der Rundgang Universitäts- und Druckstadt Erfurt oder das Format Vom geschriebenen zum gedruckten Buch, bei dem verschiedene Schreibutensilien ausprobiert werden. Solche Angebote zeigen, dass der Benary-Speicher nicht nur ein Ort zum Anschauen ist, sondern ein Ort zum Verstehen und Mitmachen. Wer die Geschichte des Buchdrucks in Erfurt nachvollziehen möchte, bekommt hier keine trockene Theorie, sondern ein anschauliches, hands-on orientiertes Museumserlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Schaudepot, Südseesammlung und Sammlung Kämmerer
Im ersten Obergeschoss des Benary-Speichers liegt das Schaudepot, das Objekte aus dem Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt und dem Angermuseum aufbewahrt und präsentiert. Besonders auffällig ist die Südseesammlung: Sie geht auf den Erwerb der über 600 Objekte umfassenden Sammlung des Kolonialbeamten Dr. Wilhelm Knappe im Jahr 1889 zurück. Zu den Blickfängen zählt ein fast sechs Meter langes Auslegerboot, das als einziges seiner Zeit von den Marshall-Inseln und Samoa beschrieben wird. Damit ist das Schaudepot nicht nur ein Aufbewahrungsort, sondern ein Raum, in dem Herkunft, Sammlungsgeschichte und materielle Kultur unmittelbar sichtbar werden. Gerade diese Mischung macht den Benary-Speicher für Menschen interessant, die keine klassische Dauerausstellung erwarten, sondern ungewöhnliche Einblicke in sonst verborgene Bestände der Erfurter Museen suchen. ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
Die Sammlung Kämmerer ergänzt dieses Bild mit Möbeln, Gemälden und wertvollen Porzellanen aus den thüringischen Manufakturen Volkstedt und Ilmenau, außerdem mit Innungstruhen und Kleinmöbeln aus Beständen mehrerer Erfurter Museen. Das Schaudepot zeigt damit nicht nur exotische oder regionale Einzelstücke, sondern auch Formen bürgerlicher und handwerklicher Kultur aus Thüringen. Für Besucher ist das spannend, weil hier Dinge sichtbar werden, die normalerweise in Depots lagern und eben nicht im regulären Ausstellungsbetrieb stehen. Der Benary-Speicher macht aus dem Depot selbst einen Teil der Erzählung: Wie werden Objekte bewahrt, warum werden sie ausgewählt, und wie lässt sich ein Depot öffentlich zeigen, ohne seinen konservatorischen Auftrag zu verlieren? Genau diese Fragen beantworten die Räume im Obergeschoss auf anschauliche Weise. Das Ergebnis ist ein Besuch, der genauso sammlungsbezogen wie atmosphärisch ist. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Anfahrt, Parken, Öffnungszeiten und Voranmeldung
Die Adresse des Benary-Speichers lautet Brühler Straße 37 in 99084 Erfurt, im Sparkassen-Finanzzentrum. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stadtbahn besonders praktisch, denn die Linien 2 und 4 halten an der Haltestelle Sparkassen-Finanzzentrum; die Tourismusseite nennt sogar nur rund 50 Meter Fußweg von dort. Damit ist der Standort gut an das Erfurter ÖPNV-Netz angebunden und auch für Besucher ohne Auto einfach erreichbar. Wer die Lage kennt, merkt schnell, dass der Benary-Speicher zentral genug für einen Kulturspaziergang ist, aber gleichzeitig ruhig genug liegt, um als eigenständiges Ziel wahrgenommen zu werden. Gerade für Gäste, die den Ort gezielt wegen einer Führung oder Ausstellung ansteuern, ist diese Kombination aus Nähe und Eigenständigkeit sehr angenehm. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Für Autofahrer nennt die Stadt das Parkhaus Sparkassen-Finanzzentrum werktags oder alternativ die Tiefgarage Domplatz; von dort sind es etwa 15 Minuten Fußweg. Wichtig ist außerdem: Eine Besichtigung ist nur im Rahmen von Veranstaltungen oder nach Voranmeldung möglich. Die zuständigen Kontaktmöglichkeiten werden auf der offiziellen Seite genannt, und Sonderführungen sowie Veranstaltungen werden dort regelmäßig veröffentlicht. Wer seinen Besuch plant, sollte also vorab prüfen, ob gerade eine öffentliche Führung, eine Ausstellung oder ein Sondertermin angeboten wird. Positiv für viele Besucher: Fotografieren ist erlaubt, es gibt Fahrradständer sowie eine Toilette und eine Behindertentoilette. Damit ist der Benary-Speicher nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch gut vorbereitet auf unterschiedliche Besuchergruppen. Die Mischung aus klarer Anbindung, planbarer Anfahrt und besonderem Besuchsformat macht den Ort in Erfurt sehr unkompliziert erreichbar. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Aktuelle Ausstellungen, Führungen und Termine 2026
2026 ist für den Benary-Speicher ein besonderes Jahr, denn die museale Nutzung des Gebäudes feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Auf den offiziellen Seiten wird dazu ein feierlicher Festakt am 1. April 2026 genannt, und zugleich werden im Frühjahr mehrere öffentliche Führungen angekündigt. Mitte Mai 2026 stehen etwa Führungen im Druckereimuseum und im Schaudepot auf dem Programm, darunter Erläuterungen zu künstlerischen Handdrucktechniken mit Karsten Kunert sowie öffentliche Rundgänge durch die Sammlungsbereiche. Diese Termine zeigen sehr gut, wie aktiv der Ort als Bildungs- und Veranstaltungsstätte genutzt wird. Der Benary-Speicher ist also kein statisches Depot, sondern ein Haus mit regelmäßig wechselnden Programmpunkten, die Fachwissen, Handwerk und Vermittlung miteinander verbinden. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Parallel dazu ist die temporäre Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary vom 1. April 2026 bis 31. März 2027 zu sehen. Dadurch erhält der historische Ort eine aktuelle visuelle Ebene, die den Blick auf die Familie Benary und auf die Geschichte des Hauses erweitert. Für Besucher ist genau diese Kombination reizvoll: Einerseits der Speicher als Denkmal, das die Vergangenheit bewahrt, andererseits eine Ausstellung, die den Ort mit Gegenwart und künstlerischer Wahrnehmung verbindet. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Buchdruck und Sammlungen, sondern auch das lebendige Weitererzählen von Geschichte. Das ist für Erfurt kulturell besonders wertvoll, weil es zeigt, wie eng Industriekultur, Stadtgeschichte und Museumsarbeit hier zusammengehören. Gerade für Suchanfragen nach Fotos, Öffnungszeiten, Führungen und aktuellen Inhalten ist das ein starker inhaltlicher Mehrwert. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Zusammengefasst bietet das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher einen seltenen Mix aus Denkmal, Werkstatt und Schaubereich. Die historischen Maschinen machen Drucktechnik greifbar, das Schaudepot öffnet sonst verborgene Sammlungen, und die wechselnden Veranstaltungen halten den Ort aktuell. Wer in Erfurt nach einem kulturellen Ziel sucht, das zugleich ruhig, gehaltvoll und gut planbar ist, findet hier eine sehr besondere Adresse. Genau deshalb eignet sich der Benary-Speicher für Besucher, die mehr wollen als nur eine kurze Sehenswürdigkeit: Sie bekommen einen echten Einblick in Stadtgeschichte, Sammlungskultur und museale Praxis. Damit bleibt der Ort auch über einzelne Ausstellungstermine hinaus relevant und interessant. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Quellen:
- Erfurt.de - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
- Erfurt Tourismus - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Benary-Speicher ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Tag der Druckkunst in Erfurt ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/service/aktuelles/veranstaltungen/2025/150500.html?utm_source=openai))
Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher | Buchdruck
Das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ist ein besonderer Kulturort in Erfurts Brühlervorstadt: ein historisches Speichergebäude des 19. Jahrhunderts, das seit 2001 museal genutzt wird und unter einem Dach Druckgeschichte, Sammlungsgeschichte und wechselnde Ausstellungen vereint. Wer nach Fotos, einem ersten Eindruck oder praktischen Besucherinfos sucht, findet auf den offiziellen Seiten viele Ansichten des Gebäudes, der Druckmaschinen und des Schaudepots. Der Ort ist damit weniger ein klassisches Laufpublikum-Museum als ein gezieltes Entdeckungsziel für alle, die Buchdruck, Handwerk und Erfurter Stadtgeschichte in ruhiger Atmosphäre erleben möchten. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Fotos und erster Eindruck vom Benary-Speicher
Wer das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher zum ersten Mal sieht, merkt schnell, dass hier nicht nur Ausstellungsstücke, sondern auch Architektur eine Geschichte erzählt. Das Gebäude gehört zu den markanten Industriezeugnissen der Brühlervorstadt und bewahrt bis heute die Atmosphäre eines alten Speichers: massive Wände, sichtbare Holzeinbauten und der originale Sackaufzug prägen den Eindruck ebenso wie die museale Nutzung im Inneren. Gerade deshalb wirken die Fotos auf den offiziellen Seiten so einprägsam, weil sie nicht nur einzelne Exponate zeigen, sondern das Zusammenspiel aus historischer Hülle und lebendiger Ausstellung. Für Besucher, die sich vorab orientieren wollen, ist das ideal: Man erkennt sofort, dass hier Buchdruck, Sammlungsarbeit und Denkmalcharakter in einem Ort zusammenkommen. Auch die Lage innerhalb des Sparkassen-Finanzzentrums macht den Ort ungewöhnlich; der Speicher steht nicht isoliert, sondern ist in ein modernes Umfeld eingebettet, das seine historische Präsenz noch stärker hervorhebt. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Besonders spannend ist, dass die visuellen Eindrücke nicht auf eine einzelne Perspektive reduziert bleiben. Auf den offiziellen Seiten erscheinen Aufnahmen des Gebäudes, der Werkstätten, der Druckmaschinen und der wechselnden Präsentationen, sodass schon vor dem Besuch ein recht klares Bild entsteht. Aktuell wird der Benary-Speicher unter anderem von der Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary begleitet, die den Ort zusätzlich mit einer zeitgenössischen Ebene verbindet. Das macht den ersten Eindruck doppelt interessant: Einerseits erlebt man ein Denkmal der Industriegeschichte, andererseits einen aktiven Museumsstandort, an dem neue Inhalte sichtbar werden. Wer die Kombination aus alten Ziegelmauern, historischen Maschinen und aktueller Kulturarbeit schätzt, findet hier genau die richtige Mischung. Der Benary-Speicher ist kein Museum, das sich laut in den Vordergrund drängt, sondern eines, das seine Stärke aus dem Spannungsverhältnis von Speicherarchitektur, Sammlung und Ausstellung bezieht. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Geschichte des Benary-Speichers im 19. Jahrhundert
Die Geschichte des Benary-Speichers beginnt mit der wirtschaftlichen Entwicklung Erfurts im 19. Jahrhundert und mit der Familie Benary, die im Bereich Samenzucht und Erwerbsgartenbau eine wichtige Rolle spielte. Das Gebäude wurde als Speicher für Saatgut errichtet und gehört damit zu jener städtischen Industriearchitektur, die nicht nur funktional, sondern auch identitätsstiftend ist. Heute ist der Speicher ein Denkmal, doch die ursprüngliche Nutzung ist noch deutlich ablesbar. Gerade das macht seinen Reiz aus: Der Ort erzählt nicht abstrakt von der Vergangenheit, sondern zeigt sie im Material, in den Proportionen und in der erhaltenen Struktur. Seit April 2001 sind hier das Druckereimuseum und das Schaudepot untergebracht, sodass die historische Hülle eine neue, kulturelle Aufgabe bekommen hat. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Museumsinhalte, sondern auch die Verwandlung eines Wirtschaftsbaus in einen lebendigen Bildungsort. ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
Besonders wertvoll ist, dass im Gebäude zentrale Spuren der früheren Nutzung erhalten geblieben sind. Die Holzeinbauten und der Sackaufzug, der einst dem inneren Transport diente, lassen die Funktionslogik eines Speicherhauses nachvollziehen und machen das historische Arbeiten vor Ort beinahe körperlich erfahrbar. Gleichzeitig gehört der Benary-Speicher heute zum Ensemble des Sparkassen-Finanzzentrums, dessen Rahmen die kulturelle Nutzung ermöglicht. Damit ist das Gebäude ein gutes Beispiel für die Weiterverwendung von Industriebauten in der Stadtentwicklung: Ein ehemaliger Betriebsspeicher wird nicht abgerissen, sondern bleibt als Zeugnis der Erfurter Produktions- und Handelsgeschichte sichtbar. Für Besucher ist das mehr als ein schöner Hintergrund, denn die Architektur erklärt hier mit, warum ausgerechnet dieser Ort für Druckgeschichte und Depotpräsentation geeignet ist. Die historische Substanz schafft eine Glaubwürdigkeit, die moderne Neubauten nur selten erreichen. Genau deshalb wirkt der Benary-Speicher sowohl sachlich als auch atmosphärisch überzeugend. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Historische Druckmaschinen und Buchdruck zum Anfassen
Im Erdgeschoss befindet sich das zum Stadtmuseum gehörende Druckereimuseum, und hier liegt das Herzstück des gesamten Ortes. Zu sehen sind historische Maschinen, die einen Einblick in die Techniken des Buchdrucks und des künstlerischen Handdrucks geben. Der Bestand umfasst funktionstüchtige Druckereimaschinen aus den letzten zwei Jahrhunderten, darunter drei Handdruckpressen, verschiedene Druckmaschinen, Scheren sowie eine Falz- und eine Heftmaschine. Das ist nicht nur für Fachleute interessant, sondern auch für alle, die verstehen möchten, wie Texte, Bilder und Drucksachen früher entstanden sind. Die Sammlung zeigt, dass Druck nicht einfach ein technischer Vorgang war, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Handarbeit, Präzision und Materialkenntnis. Gerade im Zeitalter digitaler Medien wird das sichtbare Funktionieren dieser Maschinen für viele Besucher zu einem echten Aha-Erlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Ein weiterer Pluspunkt des Druckereimuseums ist, dass der Besuch nicht bei der bloßen Betrachtung stehen bleibt. Nach einer fachkundigen Führung können Gäste selbst drucken oder thematische Wechselausstellungen ansehen, die jeweils Bezüge zu den ständigen Präsentationen herstellen. Das macht den Ort besonders lebendig und eignet sich auch gut für Gruppen, Schulklassen und alle, die kulturelles Lernen gern praktisch erleben. Hinzu kommen die museumspädagogischen Angebote des Stadtmuseums, etwa der Rundgang Universitäts- und Druckstadt Erfurt oder das Format Vom geschriebenen zum gedruckten Buch, bei dem verschiedene Schreibutensilien ausprobiert werden. Solche Angebote zeigen, dass der Benary-Speicher nicht nur ein Ort zum Anschauen ist, sondern ein Ort zum Verstehen und Mitmachen. Wer die Geschichte des Buchdrucks in Erfurt nachvollziehen möchte, bekommt hier keine trockene Theorie, sondern ein anschauliches, hands-on orientiertes Museumserlebnis. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Schaudepot, Südseesammlung und Sammlung Kämmerer
Im ersten Obergeschoss des Benary-Speichers liegt das Schaudepot, das Objekte aus dem Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt und dem Angermuseum aufbewahrt und präsentiert. Besonders auffällig ist die Südseesammlung: Sie geht auf den Erwerb der über 600 Objekte umfassenden Sammlung des Kolonialbeamten Dr. Wilhelm Knappe im Jahr 1889 zurück. Zu den Blickfängen zählt ein fast sechs Meter langes Auslegerboot, das als einziges seiner Zeit von den Marshall-Inseln und Samoa beschrieben wird. Damit ist das Schaudepot nicht nur ein Aufbewahrungsort, sondern ein Raum, in dem Herkunft, Sammlungsgeschichte und materielle Kultur unmittelbar sichtbar werden. Gerade diese Mischung macht den Benary-Speicher für Menschen interessant, die keine klassische Dauerausstellung erwarten, sondern ungewöhnliche Einblicke in sonst verborgene Bestände der Erfurter Museen suchen. ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
Die Sammlung Kämmerer ergänzt dieses Bild mit Möbeln, Gemälden und wertvollen Porzellanen aus den thüringischen Manufakturen Volkstedt und Ilmenau, außerdem mit Innungstruhen und Kleinmöbeln aus Beständen mehrerer Erfurter Museen. Das Schaudepot zeigt damit nicht nur exotische oder regionale Einzelstücke, sondern auch Formen bürgerlicher und handwerklicher Kultur aus Thüringen. Für Besucher ist das spannend, weil hier Dinge sichtbar werden, die normalerweise in Depots lagern und eben nicht im regulären Ausstellungsbetrieb stehen. Der Benary-Speicher macht aus dem Depot selbst einen Teil der Erzählung: Wie werden Objekte bewahrt, warum werden sie ausgewählt, und wie lässt sich ein Depot öffentlich zeigen, ohne seinen konservatorischen Auftrag zu verlieren? Genau diese Fragen beantworten die Räume im Obergeschoss auf anschauliche Weise. Das Ergebnis ist ein Besuch, der genauso sammlungsbezogen wie atmosphärisch ist. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Anfahrt, Parken, Öffnungszeiten und Voranmeldung
Die Adresse des Benary-Speichers lautet Brühler Straße 37 in 99084 Erfurt, im Sparkassen-Finanzzentrum. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stadtbahn besonders praktisch, denn die Linien 2 und 4 halten an der Haltestelle Sparkassen-Finanzzentrum; die Tourismusseite nennt sogar nur rund 50 Meter Fußweg von dort. Damit ist der Standort gut an das Erfurter ÖPNV-Netz angebunden und auch für Besucher ohne Auto einfach erreichbar. Wer die Lage kennt, merkt schnell, dass der Benary-Speicher zentral genug für einen Kulturspaziergang ist, aber gleichzeitig ruhig genug liegt, um als eigenständiges Ziel wahrgenommen zu werden. Gerade für Gäste, die den Ort gezielt wegen einer Führung oder Ausstellung ansteuern, ist diese Kombination aus Nähe und Eigenständigkeit sehr angenehm. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Für Autofahrer nennt die Stadt das Parkhaus Sparkassen-Finanzzentrum werktags oder alternativ die Tiefgarage Domplatz; von dort sind es etwa 15 Minuten Fußweg. Wichtig ist außerdem: Eine Besichtigung ist nur im Rahmen von Veranstaltungen oder nach Voranmeldung möglich. Die zuständigen Kontaktmöglichkeiten werden auf der offiziellen Seite genannt, und Sonderführungen sowie Veranstaltungen werden dort regelmäßig veröffentlicht. Wer seinen Besuch plant, sollte also vorab prüfen, ob gerade eine öffentliche Führung, eine Ausstellung oder ein Sondertermin angeboten wird. Positiv für viele Besucher: Fotografieren ist erlaubt, es gibt Fahrradständer sowie eine Toilette und eine Behindertentoilette. Damit ist der Benary-Speicher nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch gut vorbereitet auf unterschiedliche Besuchergruppen. Die Mischung aus klarer Anbindung, planbarer Anfahrt und besonderem Besuchsformat macht den Ort in Erfurt sehr unkompliziert erreichbar. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Aktuelle Ausstellungen, Führungen und Termine 2026
2026 ist für den Benary-Speicher ein besonderes Jahr, denn die museale Nutzung des Gebäudes feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Auf den offiziellen Seiten wird dazu ein feierlicher Festakt am 1. April 2026 genannt, und zugleich werden im Frühjahr mehrere öffentliche Führungen angekündigt. Mitte Mai 2026 stehen etwa Führungen im Druckereimuseum und im Schaudepot auf dem Programm, darunter Erläuterungen zu künstlerischen Handdrucktechniken mit Karsten Kunert sowie öffentliche Rundgänge durch die Sammlungsbereiche. Diese Termine zeigen sehr gut, wie aktiv der Ort als Bildungs- und Veranstaltungsstätte genutzt wird. Der Benary-Speicher ist also kein statisches Depot, sondern ein Haus mit regelmäßig wechselnden Programmpunkten, die Fachwissen, Handwerk und Vermittlung miteinander verbinden. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Parallel dazu ist die temporäre Fotografie-Ausstellung Blumen als Erbe mit Arbeiten von Katrin Benary vom 1. April 2026 bis 31. März 2027 zu sehen. Dadurch erhält der historische Ort eine aktuelle visuelle Ebene, die den Blick auf die Familie Benary und auf die Geschichte des Hauses erweitert. Für Besucher ist genau diese Kombination reizvoll: Einerseits der Speicher als Denkmal, das die Vergangenheit bewahrt, andererseits eine Ausstellung, die den Ort mit Gegenwart und künstlerischer Wahrnehmung verbindet. Wer den Benary-Speicher besucht, erlebt also nicht nur Buchdruck und Sammlungen, sondern auch das lebendige Weitererzählen von Geschichte. Das ist für Erfurt kulturell besonders wertvoll, weil es zeigt, wie eng Industriekultur, Stadtgeschichte und Museumsarbeit hier zusammengehören. Gerade für Suchanfragen nach Fotos, Öffnungszeiten, Führungen und aktuellen Inhalten ist das ein starker inhaltlicher Mehrwert. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Zusammengefasst bietet das Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher einen seltenen Mix aus Denkmal, Werkstatt und Schaubereich. Die historischen Maschinen machen Drucktechnik greifbar, das Schaudepot öffnet sonst verborgene Sammlungen, und die wechselnden Veranstaltungen halten den Ort aktuell. Wer in Erfurt nach einem kulturellen Ziel sucht, das zugleich ruhig, gehaltvoll und gut planbar ist, findet hier eine sehr besondere Adresse. Genau deshalb eignet sich der Benary-Speicher für Besucher, die mehr wollen als nur eine kurze Sehenswürdigkeit: Sie bekommen einen echten Einblick in Stadtgeschichte, Sammlungskultur und museale Praxis. Damit bleibt der Ort auch über einzelne Ausstellungstermine hinaus relevant und interessant. ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
Quellen:
- Erfurt.de - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt.de](https://www.erfurt.de/ef/de/erleben/kunst/museen/108329.html))
- Erfurt Tourismus - Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher ([erfurt-tourismus.de](https://www.erfurt-tourismus.de/sehenswertes/museen-und-ausstellungen/museen/stadtmuseum-haus-zum-stockfisch/druckereimuseum/))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Benary-Speicher ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/museen/stadtmuseum/nebeneinrichtungen/benaryspeicher/index.html))
- Geschichtsmuseen Erfurt - Tag der Druckkunst in Erfurt ([geschichtsmuseen.erfurt.de](https://geschichtsmuseen.erfurt.de/gm/de/service/aktuelles/veranstaltungen/2025/150500.html?utm_source=openai))
Bevorstehende Veranstaltungen
Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
j c limited art
8. Dezember 2024
Wir waren mit einer Gruppe Jugendlicher an einem Dienstag zu Besuch. Das Druckereimuseum können wir nur empfehlen. Sehr informativ und durch die Führung wird man bestens durch die Druckerei geführt. Ausprobieren kann man auch einen Druck und als Andenken mitnehmen. Danke für die tolle Zeit.
Vicky
2. September 2025
Sehr interessante Ausstellungen, sowohl die Druckerei als auch das Schaudepot mit alten Möbeln und Porzellan und die Südsee-Ausstellung sogar mit einem alten Segelboot etc. Ich bekam eine sehr ausführliche und kompetente Führung durch alle Bereiche. Ich kann es nur empfehlen, wenn man sich dafür interessiert.
Antje Erfurt
15. Februar 2025
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall
Hans-Peter Daum
10. Juni 2017
Früher Benary Speicher
Katrin
9. März 2019
Kein Kommentar

